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Während
der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands führen verschiedene Organisationen
und Institutionen (Regierung und Parlament der Autonomen Provinz
Vojvodina in Novi Sad, OSZE Mission in Serbien, Mission der Europäischen
Kommission in Serbien, Deutsche Botschaft in Belgrad, ifa-Koordinationsbüro
in Sombor, Forschungsstelle Jugend und Europa in München, Zentrale
für politische Bildung des Landes Baden-Württemberg) im Parlament
der Autonomen Provinz Vojvodina (Serbien) ein sogenanntes EU-Jugendparlament
durch. Dieses Jugendparlament steht unter der Schirmherrschaft des
Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Serbien.
1. Kurzbeschreibung des EU-Jugendgipfels
Während dieses EU-Jugendgipfels werden 160 Jugendliche aus der Autonomen
Provinz Vojvodina, aus ganz Serbien, aus den umliegenden Ländern
sowie aus Deutschland eineinhalb Tage lang im Parlament der AP Vojvodina
in Novi Sad zusammenkommen. Auf der Grundlage der von der Forschungsgruppe
Jugend und Europa ausgearbeiteten EU-Simulation "Europa neu
gestalten" teilen sie sich auf mehrere Länder (z.B. EU-Länder,
EU-Beitrittskandidaten), EU-Institutionen (z.B. EU-Parlament, EU-Ministerrat,
EU-Kommisssion) und Gruppen (z.B. Journalistengruppe) auf und werden
zu ihren Vertretern. Sie spielen Entscheidungsprozesse durch, wie
sie in den EU-Institutionen ablaufen. Dabei werden sie von serbischen
und deutschen Juniorteamern Europa (Spielleitern) unterstützt. Sie
lernen so im Speziellen die Haltung des Landes oder der Institution/Organisation,
die sie vertreten sowie im Allgemeinen die EU-Institutionen und
ihre Funktionsweisen kennen.
2.Vorbereitung und Durchführung des EU-Jugendparlaments
Vom 2. bis 11. März bildet die Zentrale für politische Bildung des
Landes Baden-Württemberg in ihrem Seminarzentrum bei Bad Urach deutschsprachige
serbische InteressentInnen zu Juniorteamern Europa aus, die zusammen
mit deutschen JuniorteamerInnen die EU-Simulation in Novi Sad durchführen
werden.
Der EU-Jugendparlament findet zwischen dem 18. und 20. Mai statt.
Zu diesem EU-Gipfel laden die Organisatoren ebenfalls Vertreter
aus der Politik, aus den Botschaften der EU-Mitgliedsländer, der
EU-Beitrittskandidaten, der potentiellen Kandidaten sowie der internationalen
Institutionen/Organisationen ein.
Anhand der den Jugendlichen zugeschickten Materialien in serbischer,
englischer und deutscher Sprache können sich die Jugendlichen einige
Wochen vor dem Gipfel auf das Land, die Instituion oder die Gruppe,
die sie vertreten werden, vorbereiten. Am ersten Abend gibt es für
die Jugendlichen einen Empfang. Dort werden sie in das Spiel und
in ihre Rolle eingeführt. Mit zum Spiel gehört, dass sie sich ihrer
Rolle entsprechend kleiden und auch einen anderen Namen, z.B. den
eines Ministers, annehmen. Am Tag darauf wird das Spiel mit Hilfe
der serbischen und deutschen Juniorteamer Europa durchgeführt. Am
letzten Tag wird das Spiel ausgewertet. Zum Abschluss gibt es erneut
einen Empfang mit einer Pressekonferenz. VerterInnen der Jugendlichen
werden den anwesenden Persönlichkeiten aus der Politik, der verschiedenen
Ländervertretungen und der internationalen Institutionen/Organisationen
Anregungen unterbreiten, auf die diese Persölichkeiten reagieren
sollen.
Im Zusammenhang mit diesem Gipfel wird an die teilnehmenden Schulen
eine Broschüre über die EU in serbischer Sprache verteilt. Die am
EU-Gipfel teilnehmenden Schüler fungieren dabei als Botschafter.
Dadurch soll einer breiteren Schicht von Schülern die EU bekannt
gemacht werden.
Die serbischen JuniorteamerInnen Europa werden im Anschluss an den
Gipfel mehrere kleinere EU-Simulationen an Schulen oder Jugendeinrichtungen
durchführen. Sie sollen auch weiterhin für derartige Spiele zur
Verfügung stehen.
Eine kleine Gruppe von Schülern wird zusammen mit einem TV-Team
von TV Vojvodina nach Brüssel reisen können, um die EU-Insitutionen
kennenzulernen.
3. Ziel des EU-Gipfels
Diese Veranstaltung soll zum einen eine Sympathieveranstaltung für
die EU sein. Sie soll die Werte der Europäischen Union in Serbien
zu promovieren, indem einer großen Anzahl von Jugendlichen die Möglichkeit
gegeben wird, die Europäische Union und ihre Institutionen im Rahmen
einer EU-Simulation erfahren zu lernen. Außerdem möchten die Organisatoren
mit dieser Veranstaltung aufgrund ihrer Größe und Medienwirkung
die demokratisch orientierten Kräfte in Serbien unterstützen und
ihre Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass sich das Land aus seiner
Isolation befreien, sich in das politische Europa der EU integrieren
und eine konstruktive und selbstbewusste Rolle im zusammenwachsenden
Europa spielen möge.
4. Ideenbildung und Bildung einer Vorbereitungsgruppe
Die Idee zur Durchführung eines solchen Jugendparlaments in Serbien
enstand am 18. September 2006 während eines Gesprächs zwischen Frau
Valier (Head of Democratisation Department der OSZE Mission in Serbien),
Herrn Hartig (2. Sekretär der dt. Botschaft Belgrad für Kultur und
Bildung) und Herrn Kratzer (ifa-Koordinator in Serbien).
Diese Idee wurde Frau Dusanka Manic (höhere Beraterin des Sekretärs
für die nationalen Minderheiten, Regierung der AP Vojvodina) von
Herrn Kratzer unterbreitet, die daraufhin anbot, dieses EU-Jugendparlament
im Parlament der AP Vojvodina durchführen zu lassen. Zusätzlich
machte Frau Manic den Vorschlag, diesen EU-Gipfel zu nutzen, um
allen Gymnasiasten in der Vojvodina eine Promotions- und Bildungsbroschüre
über die EU zukommen zu lassen.
Infolge eines weiteren Treffens am 1. Oktober 2006 zwischen Frau
Valier, Herrn Jaenicke (OSZE-Senior Parliamentary Officer in der
Abteilung Demokratisierung) und Herrn Kratzer, übersandte Herr Jaenicke
Herrn Kratzer ein erstes Planspiel.
Durch Vermittlung von Frau Lena May, ifa-Mitarbeiterin im Referat
‚Integration und Medien', nahm Herr Kratzer Kontakt zu Herrn Vidinlioglu
auf, der in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Jugend und Europa
im Zentrum für angewandte Politikwissenschaften an der Ludwig Maximilian
Universität München und den Landeszentralen sowie der Bundeszentrale
für politische Bildung solche Planspiele durchführt. Auf diese Weise
erhielt Herr Kratzer weitere Planspiele und trat in Kontakt zur
Forschungsgruppe Jugend und Europa und zur Zentrale für politische
Bildung des Landes Baden-Württemberg.
Die Forschungsgruppe Jugend und Europa entwickelt Planspiele und
hat mit den Landeszentralen und der Bundeszentrale für politische
Bildung ein Netzwerk von Teamern aufgebaut, die im In- und Ausland
derartige Spiele in Parlamenten, Schulen und Jugendeinrichtungen
durchführen. Der Leiter dieser Forschungsgruppe, Herr Dr. Rappenglück
sowie die Mitarbeiterinnen dieses Instituts, Frau Dr. Tham und Frau
Feldmann, haben ihre Unterstützung bei der Durchführung eines solchen
Spieles zugesagt.
Um die Ausbildung von 10 jungen deutschsprachigen SerbInnen zu Juniorteamern
Europa sicher zu stellen, damit sie zum einen dieses Spiel durchführen,
zum anderen für weitere Spiele als Teamer zur Verfügung stehen,
nahm Herr Kratzer, durch Vermittlung von Herrn Vidinlioglu, Kontakt
zu Herrn Berger in der Zentrale für politische Bildung des Landes
Baden-Württemberg auf. Auf Vorschlag von Herrn Berger hat eine Qualifizierung
zum Juniorteamer Europa von 10 jungen deutschsprechenden Serben
in einem Seminarzentrum in Bad Urach zwischen dem 2. und 11. März
stattgefunden. Außerdem hat sie in dieser Zeit an einer Jugendveranstaltung
im Landtag Baden-Württembergs und an einer Sitzung des Europaausschusses
des Landtages teilgenommen sowie die europäischen Institutionen
in Straßburg besichtigt.
Zuletzt hat sich die Mission der Europäische Kommission in Belgrad
der Veranstaltung angeschlossen. Sie hat ihre Hilfe zugesagt und
finanziert die Reise von 5 Schülern mit einem TV-Team von TV Vojvodina
nach Brüssel.
5. Angaben zum EU-Jugendparlament
5.1. Daten und Fakten
" Ort: Parlament der AP Vojvodina, Novi Sad
" Datum für die Fortbildung von 10 serbischen Juniorteamern
Europa: 02. bis 11. März 2007 in Bad Urach
" Datum für die Durchführung des EU-Jugendparlaments: Freitag,
den 18. bis Sonntag, den 20. Mai 2007
" Teilnehmer an der Teamerfortbildung: Junge, deutschsprechende
Serben zwischen 25 und 35 Jahren
" Teilnehmer am EU-Jugendparlament: Gymnasiasten der 10., 11.
und 12. Klassen aus der Vojvodina, aus Südserbien, aus den serbischen
Minderheiten aus RO, H und Kroatien sowie aus Deutschland
" Durchführungssprache: Serbisch, die TeilnehmerInnen müssen
allerdings über Englisch- und/oder Deutschkenntnisse verfügen, um
manche Texte lesen zu können
5.2. Partnerorganisationen:
" Institut für Auslandsbeziehungen e.V. Stuttgart, Peter Kratzer
(ifavojvodina@ptt.yu), Lena May (may@ifa.de)
" Regierung der AP Vojvodina, Novi Sad, Dusanka Manic (manic77@eunet.yu
), Nela Jelic (nelajelic@yahoo.com)
" Parlament der AP Vojvodina, Novi Sad, Csilla Gimpel Kanor
(csillak@skupstinavojvodine.sr.gov.yu), Lidia Kovljenic (bokalili@yahoo.com)
" OSZE, Belgrad, Hannelore Valier (Hannelore.Valier@osce.org),
Axel Jaenicke (Axel.Jaenicke@osce.org), Snezana Vuksa (snezana.vuksa@osce.org)
" Deutsche Botschaft Belgrad, Arne Hartig (ku-1@belg.diplo.de)
" Forschungsgruppe Jugend und Europa, Herr Dr. Stefan Rappenglück
(rappenglueck@lrz.uni-muenchen.de), Frau Eva Feldmann (evafeldmann@hotmail.com
)
" Zentrale für politische Bildung des Landes Baden-Württemberg,
Herr Wolfgang Berger (wolfgang.berger@lpb.bwl.de)
" Juniorteamer, Herr Ilker Vidinlioglu (ilker@vidinlioglu.de)
" Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg,
Herr Eugen Christ (dsks@hdh.bwl.de)
5.3. Koordinationsgruppen zur Vorbereitung und Durchführung des
EU-Jugendparlaments
" Leitungsgruppe mit den unter 5.2. aufgeführten Organisationen
(Gesamtkoordination: Peter Kratzer, Dusanka Manic)
" Serbische nationale Vorbereitungsgruppe aus Vertretern der
unter 5.2. aufgeführten Organisationen in Serbien sowie einigen
BeraterInnen und einem Gesamtkoordinator. Diese Vorbereitungsgruppe
teilt sich auf in die Untergruppen 1. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
2. Ausschreibung und Kontakt zu den Schulen, 3. Verpflegung, Übernachtung
und Empfänge, 4. Finanzen, 5. Technik, 6. Planspiel (Geamtkoordination:
Dusanka Manic, Peter Kratzer, Josip Koberski)
" Serbische und deutsche Juniorteamer Europa (Koordination
Hr. Vidinlioglu, Hr. Berger, Hr. Rappenglück, Fr. Feldmann)
5.4. Ausblick:
· Möglichkeit für eine kleine Gruppe von Jugendlichen, in Brüssel
die EU-Institutionen kennenzulernen
" Die serbischen Teamer führen im Anschluss an den EU-Jugendparlament
in einem kleineren Rahmen EU-Simulationen an Schulen oder anderen
Einrichtungen durch
" EU-Bildungsbroschüre
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