Der EU-Jugendgipfel steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Serbien, Dr. Andreas Zobel
     
     
   
     
     
     
 
 
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EU-Jugendparlament
Veranstaltung des Instituts für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit: Deutsche Botschaft Belgrad, Regierung und Parlament der Autonomen Provinz Vojvodina, OSZE Mission in Serbien, Mission der Europäischen Kommission in Serbien, Zentrale für politische Bildung des Landes Baden-Württemberg, Forschungsgruppe Jugend und Europa

Veranstaltungsort: Parlament der Autonomen Regierung Vojvodina, Novi Sad, 18. - 20. Mai 2007

   

Während der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands führen verschiedene Organisationen und Institutionen (Regierung und Parlament der Autonomen Provinz Vojvodina in Novi Sad, OSZE Mission in Serbien, Mission der Europäischen Kommission in Serbien, Deutsche Botschaft in Belgrad, ifa-Koordinationsbüro in Sombor, Forschungsstelle Jugend und Europa in München, Zentrale für politische Bildung des Landes Baden-Württemberg) im Parlament der Autonomen Provinz Vojvodina (Serbien) ein sogenanntes EU-Jugendparlament durch. Dieses Jugendparlament steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Serbien.

1. Kurzbeschreibung des EU-Jugendgipfels
Während dieses EU-Jugendgipfels werden 160 Jugendliche aus der Autonomen Provinz Vojvodina, aus ganz Serbien, aus den umliegenden Ländern sowie aus Deutschland eineinhalb Tage lang im Parlament der AP Vojvodina in Novi Sad zusammenkommen. Auf der Grundlage der von der Forschungsgruppe Jugend und Europa ausgearbeiteten EU-Simulation "Europa neu gestalten" teilen sie sich auf mehrere Länder (z.B. EU-Länder, EU-Beitrittskandidaten), EU-Institutionen (z.B. EU-Parlament, EU-Ministerrat, EU-Kommisssion) und Gruppen (z.B. Journalistengruppe) auf und werden zu ihren Vertretern. Sie spielen Entscheidungsprozesse durch, wie sie in den EU-Institutionen ablaufen. Dabei werden sie von serbischen und deutschen Juniorteamern Europa (Spielleitern) unterstützt. Sie lernen so im Speziellen die Haltung des Landes oder der Institution/Organisation, die sie vertreten sowie im Allgemeinen die EU-Institutionen und ihre Funktionsweisen kennen.

2.Vorbereitung und Durchführung des EU-Jugendparlaments
Vom 2. bis 11. März bildet die Zentrale für politische Bildung des Landes Baden-Württemberg in ihrem Seminarzentrum bei Bad Urach deutschsprachige serbische InteressentInnen zu Juniorteamern Europa aus, die zusammen mit deutschen JuniorteamerInnen die EU-Simulation in Novi Sad durchführen werden.
Der EU-Jugendparlament findet zwischen dem 18. und 20. Mai statt. Zu diesem EU-Gipfel laden die Organisatoren ebenfalls Vertreter aus der Politik, aus den Botschaften der EU-Mitgliedsländer, der EU-Beitrittskandidaten, der potentiellen Kandidaten sowie der internationalen Institutionen/Organisationen ein.

Anhand der den Jugendlichen zugeschickten Materialien in serbischer, englischer und deutscher Sprache können sich die Jugendlichen einige Wochen vor dem Gipfel auf das Land, die Instituion oder die Gruppe, die sie vertreten werden, vorbereiten. Am ersten Abend gibt es für die Jugendlichen einen Empfang. Dort werden sie in das Spiel und in ihre Rolle eingeführt. Mit zum Spiel gehört, dass sie sich ihrer Rolle entsprechend kleiden und auch einen anderen Namen, z.B. den eines Ministers, annehmen. Am Tag darauf wird das Spiel mit Hilfe der serbischen und deutschen Juniorteamer Europa durchgeführt. Am letzten Tag wird das Spiel ausgewertet. Zum Abschluss gibt es erneut einen Empfang mit einer Pressekonferenz. VerterInnen der Jugendlichen werden den anwesenden Persönlichkeiten aus der Politik, der verschiedenen Ländervertretungen und der internationalen Institutionen/Organisationen Anregungen unterbreiten, auf die diese Persölichkeiten reagieren sollen.
Im Zusammenhang mit diesem Gipfel wird an die teilnehmenden Schulen eine Broschüre über die EU in serbischer Sprache verteilt. Die am EU-Gipfel teilnehmenden Schüler fungieren dabei als Botschafter. Dadurch soll einer breiteren Schicht von Schülern die EU bekannt gemacht werden.
Die serbischen JuniorteamerInnen Europa werden im Anschluss an den Gipfel mehrere kleinere EU-Simulationen an Schulen oder Jugendeinrichtungen durchführen. Sie sollen auch weiterhin für derartige Spiele zur Verfügung stehen.
Eine kleine Gruppe von Schülern wird zusammen mit einem TV-Team von TV Vojvodina nach Brüssel reisen können, um die EU-Insitutionen kennenzulernen.


3. Ziel des EU-Gipfels
Diese Veranstaltung soll zum einen eine Sympathieveranstaltung für die EU sein. Sie soll die Werte der Europäischen Union in Serbien zu promovieren, indem einer großen Anzahl von Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wird, die Europäische Union und ihre Institutionen im Rahmen einer EU-Simulation erfahren zu lernen. Außerdem möchten die Organisatoren mit dieser Veranstaltung aufgrund ihrer Größe und Medienwirkung die demokratisch orientierten Kräfte in Serbien unterstützen und ihre Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass sich das Land aus seiner Isolation befreien, sich in das politische Europa der EU integrieren und eine konstruktive und selbstbewusste Rolle im zusammenwachsenden Europa spielen möge.

4. Ideenbildung und Bildung einer Vorbereitungsgruppe
Die Idee zur Durchführung eines solchen Jugendparlaments in Serbien enstand am 18. September 2006 während eines Gesprächs zwischen Frau Valier (Head of Democratisation Department der OSZE Mission in Serbien), Herrn Hartig (2. Sekretär der dt. Botschaft Belgrad für Kultur und Bildung) und Herrn Kratzer (ifa-Koordinator in Serbien).
Diese Idee wurde Frau Dusanka Manic (höhere Beraterin des Sekretärs für die nationalen Minderheiten, Regierung der AP Vojvodina) von Herrn Kratzer unterbreitet, die daraufhin anbot, dieses EU-Jugendparlament im Parlament der AP Vojvodina durchführen zu lassen. Zusätzlich machte Frau Manic den Vorschlag, diesen EU-Gipfel zu nutzen, um allen Gymnasiasten in der Vojvodina eine Promotions- und Bildungsbroschüre über die EU zukommen zu lassen.
Infolge eines weiteren Treffens am 1. Oktober 2006 zwischen Frau Valier, Herrn Jaenicke (OSZE-Senior Parliamentary Officer in der Abteilung Demokratisierung) und Herrn Kratzer, übersandte Herr Jaenicke Herrn Kratzer ein erstes Planspiel.
Durch Vermittlung von Frau Lena May, ifa-Mitarbeiterin im Referat ‚Integration und Medien', nahm Herr Kratzer Kontakt zu Herrn Vidinlioglu auf, der in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Jugend und Europa im Zentrum für angewandte Politikwissenschaften an der Ludwig Maximilian Universität München und den Landeszentralen sowie der Bundeszentrale für politische Bildung solche Planspiele durchführt. Auf diese Weise erhielt Herr Kratzer weitere Planspiele und trat in Kontakt zur Forschungsgruppe Jugend und Europa und zur Zentrale für politische Bildung des Landes Baden-Württemberg.
Die Forschungsgruppe Jugend und Europa entwickelt Planspiele und hat mit den Landeszentralen und der Bundeszentrale für politische Bildung ein Netzwerk von Teamern aufgebaut, die im In- und Ausland derartige Spiele in Parlamenten, Schulen und Jugendeinrichtungen durchführen. Der Leiter dieser Forschungsgruppe, Herr Dr. Rappenglück sowie die Mitarbeiterinnen dieses Instituts, Frau Dr. Tham und Frau Feldmann, haben ihre Unterstützung bei der Durchführung eines solchen Spieles zugesagt.

Um die Ausbildung von 10 jungen deutschsprachigen SerbInnen zu Juniorteamern Europa sicher zu stellen, damit sie zum einen dieses Spiel durchführen, zum anderen für weitere Spiele als Teamer zur Verfügung stehen, nahm Herr Kratzer, durch Vermittlung von Herrn Vidinlioglu, Kontakt zu Herrn Berger in der Zentrale für politische Bildung des Landes Baden-Württemberg auf. Auf Vorschlag von Herrn Berger hat eine Qualifizierung zum Juniorteamer Europa von 10 jungen deutschsprechenden Serben in einem Seminarzentrum in Bad Urach zwischen dem 2. und 11. März stattgefunden. Außerdem hat sie in dieser Zeit an einer Jugendveranstaltung im Landtag Baden-Württembergs und an einer Sitzung des Europaausschusses des Landtages teilgenommen sowie die europäischen Institutionen in Straßburg besichtigt.
Zuletzt hat sich die Mission der Europäische Kommission in Belgrad der Veranstaltung angeschlossen. Sie hat ihre Hilfe zugesagt und finanziert die Reise von 5 Schülern mit einem TV-Team von TV Vojvodina nach Brüssel.


5. Angaben zum EU-Jugendparlament

5.1. Daten und Fakten

" Ort: Parlament der AP Vojvodina, Novi Sad
" Datum für die Fortbildung von 10 serbischen Juniorteamern Europa: 02. bis 11. März 2007 in Bad Urach
" Datum für die Durchführung des EU-Jugendparlaments: Freitag, den 18. bis Sonntag, den 20. Mai 2007
" Teilnehmer an der Teamerfortbildung: Junge, deutschsprechende Serben zwischen 25 und 35 Jahren
" Teilnehmer am EU-Jugendparlament: Gymnasiasten der 10., 11. und 12. Klassen aus der Vojvodina, aus Südserbien, aus den serbischen Minderheiten aus RO, H und Kroatien sowie aus Deutschland
" Durchführungssprache: Serbisch, die TeilnehmerInnen müssen allerdings über Englisch- und/oder Deutschkenntnisse verfügen, um manche Texte lesen zu können



5.2. Partnerorganisationen:

" Institut für Auslandsbeziehungen e.V. Stuttgart, Peter Kratzer (ifavojvodina@ptt.yu), Lena May (may@ifa.de)
" Regierung der AP Vojvodina, Novi Sad, Dusanka Manic (manic77@eunet.yu ), Nela Jelic (nelajelic@yahoo.com)
" Parlament der AP Vojvodina, Novi Sad, Csilla Gimpel Kanor (csillak@skupstinavojvodine.sr.gov.yu), Lidia Kovljenic (bokalili@yahoo.com)
" OSZE, Belgrad, Hannelore Valier (Hannelore.Valier@osce.org), Axel Jaenicke (Axel.Jaenicke@osce.org), Snezana Vuksa (snezana.vuksa@osce.org)
" Deutsche Botschaft Belgrad, Arne Hartig (ku-1@belg.diplo.de)
" Forschungsgruppe Jugend und Europa, Herr Dr. Stefan Rappenglück (rappenglueck@lrz.uni-muenchen.de), Frau Eva Feldmann (evafeldmann@hotmail.com )
" Zentrale für politische Bildung des Landes Baden-Württemberg, Herr Wolfgang Berger (wolfgang.berger@lpb.bwl.de)
" Juniorteamer, Herr Ilker Vidinlioglu (ilker@vidinlioglu.de)
" Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg, Herr Eugen Christ (dsks@hdh.bwl.de)


5.3. Koordinationsgruppen zur Vorbereitung und Durchführung des EU-Jugendparlaments

" Leitungsgruppe mit den unter 5.2. aufgeführten Organisationen (Gesamtkoordination: Peter Kratzer, Dusanka Manic)
" Serbische nationale Vorbereitungsgruppe aus Vertretern der unter 5.2. aufgeführten Organisationen in Serbien sowie einigen BeraterInnen und einem Gesamtkoordinator. Diese Vorbereitungsgruppe teilt sich auf in die Untergruppen 1. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 2. Ausschreibung und Kontakt zu den Schulen, 3. Verpflegung, Übernachtung und Empfänge, 4. Finanzen, 5. Technik, 6. Planspiel (Geamtkoordination: Dusanka Manic, Peter Kratzer, Josip Koberski)
" Serbische und deutsche Juniorteamer Europa (Koordination Hr. Vidinlioglu, Hr. Berger, Hr. Rappenglück, Fr. Feldmann)



5.4. Ausblick:
· Möglichkeit für eine kleine Gruppe von Jugendlichen, in Brüssel die EU-Institutionen kennenzulernen
" Die serbischen Teamer führen im Anschluss an den EU-Jugendparlament in einem kleineren Rahmen EU-Simulationen an Schulen oder anderen Einrichtungen durch
" EU-Bildungsbroschüre